»God will not help. But we will« Internationaler Spielfilmwettbewerb 2026
Vom 22. – 26. April in Köln präsentieren wir acht herausragende Debüt- und zweite Spielfilme von Regisseur*innen aus Deutschland, Ecuador, Großbritannien, Kenia, Kroatien, Indien, der Slowakei und den USA. Sie gehen ins Rennen um den mit 10.000 Euro dotierten Preis im Internationalen Spielfilmwettbewerb. Wir freuen uns, in diesem Jahr vier Deutschlandpremieren, eine Europapremiere und eine NRW-Premiere zu präsentieren.
Der diesjährige Wettbewerb markiert eine neue Stufe selbstbewussten feministischen Filmschaffens. Die Filme erzählen Geschichten von Menschen, die sich nicht einhegen lassen von gesellschaftlichen Normen und sich den Herausforderungen von Armut, Exil, Verlust oder Mutterschaft stellen. Es braucht ein wenig Geduld, die komplexen Figuren dieser Geschichten zu verstehen. Wir sehen Frauen, die undurchdringlich oder strategisch sind. Manchmal am Ende ihrer Kraft und Ideen. Die Fehler machen, auf die Schnauze fallen und weitermachen. Wir sehen junge Männer, die spüren, dass sie in den ausgetretenen Pfaden keine Verbindung zu sich selbst und anderen finden. Mit ihrem breiten Rollenspektrum sind die Filme ein großer Abgesang auf das Patriarchat. Das ist angesichts des antifeministischen Backlashs folgerichtig. Diese Filme machen Mut. Sie zeigen, dass wir Teil einer solidarischen Gemeinschaft sind. Auch, weil mehr Frauen denn je Geschichten erzählen und ihre Deutungshoheit nutzen. Sie lenken unseren Blick auf Schicksale und Geschichten, die lange viel zu wenig Aufmerksamkeit hatten.
Neu ist, dass am Wettbewerb in Köln auch zweite lange Spielfilme von Regisseur*innen teilnehmen. Viele Talente realisieren nach ihren Debüts dank zahlreicher Förderprogramme zügig ihren zweiten Film. Danach kommt häufig der Break, die Zahlen brechen ein und die Abstände zum nächsten Spielfilm sind lang. Die große Hürde besteht für Newcomer*innen darin, oft zusätzlich zur Familienplanung, weiterhin kontinuierlich Spielfilme zu realisieren. Dem trägt das Festival Rechnung und definiert die Nachwuchsphase neu: Köln zeigt künftig erste & zweite Spielfilme, und der Wettbewerb in Dortmund präsentiert Beiträge ab dem dritten langen Spielfilm. Diese Veränderung hat uns eine Rekordzahl von 250 Filmen in der Vorauswahl beschert. (mehr lesen)
Die Jury
In der internationalen Jury begrüßen wir die französische Kuratorin und Kulturmanagerin Annouchka de Andrade, die Kölner Produzentin Bettina Brokemper (Heimatfilm) und die griechische Regisseurin, Produzentin und Autorin Athina Rachel Tsangari (Attenberg, Harvest).
Die Nominierungen
God Will Not Help
Hana Jušić, HR, IT, RO, GR, FR SI 2025 137’, Deutschlandpremiere, Gast: Hana Jušić
Sa 25.04., 20:30 Uhr, Odeon Köln
If I Had Legs I’d Kick You
Mary Bronstein, USA 2024, 113’, OmeU
Do 23.04., 21:00 Uhr, Odeon Köln
Mayilaa
Semmalar Annam, IN 2026, Spielfilm 97‘, OmeU, Deutschlandpremiere, Gast: Semmalar Annam
Do 23.04., 18:00 Uhr, Odeon Köln
Nunkui
Verenice Benitez, EC/CL/DE 2026, 91’, OmeU, dt. UT, Europapremiere, Gäste: Verenice Benitez, Pascale Marin (Bildgestaltung)
Sa 25.04., 18:00 Uhr, Odeon Köln
One Woman One Bra
Vincho Nchogu, KE, NG 2025, 79’, OmeU, dt UT, Deutschlandpremiere, Gast: Vincho Nchogu
Fr 24.04., 21:00 Uhr, Odeon Köln
Perla
Aleksandra Makarova, AT, SK 2025, 110’, OmeU, dt UT
Sa 25.04., 12:00 Uhr, Odeon Köln
Sechswochenamt
Jacqueline Jansen, DE 2025, Spielfilm, 98’, NRW-Premiere, Gast: Jacqueline Jansen
So 26.04., 12:00 Uhr, Odeon Köln
The Son and the Sea
Stroma Cairns, UK 2025, 102’, OmeU, dt UT, Deutschlandpremiere
Fr 24.04., 18:00 Uhr, Odeon Köln
Die Preisverleihung findet am 26. April im Kölner Orangerie Theater statt.
Der Internationale Spielfilmwettbewerb wird kuratiert von Stefanie Görtz und Jennifer Jones, mit Unterstützung von Fatoş Tuna.
Fotos und Filmstills zum Download finden Sie im Pressebereich.