Programm

Nationaler Wettbewerb für Bildgestalterinnen

Zehnter Preis für Bildgestalterinnen

Der Nationale Wettbewerb für Bildgestalterinnen feiert Jubiläum: zum 10. Mal stellt dieser einzigartige Preis das Kameraschaffen von Frauen in den Fokus der Aufmerksamkeit. Der Nachwuchspreis zeichnet die beste Bildgestaltung in den Bereichen Spiel- und Dokumentarfilm aus und wird für Abschlussfilme sowie Filme aus den ersten beiden Jahren nach dem Abschluss verliehen.
Damit unterstützt der seit 2001 vergebene Preis erfolgreich die Arbeit junger Bildgestalterinnen und ist Bestätigung und Ermutigung, den eingeschlagenen Weg in einem nach wie vor männlich dominierten Arbeitsfeld fortzusetzen.

Die renommierte Bildgestalterin, zweifache Preisträgerin des Deutschen Kamerapreises und Professorin an der Kunsthochschule für Medien Köln Sophie Maintigneux hat den Nachwuchspreis von Beginn an entscheidend unterstützt. Mit ihr stellten die vielfach ausgezeichnete österreichische Bildgestalterin Eva Testor und Katharina Dießner (Preis für Bildgestalterinnen 2016 für Arlette – Mut ist ein Muskel) die diesjährige Jury. Unter allen teilnehmenden Beiträgen wählten sie folgende zwei Preisträgerinnen aus:

Der Preis für die beste Bildgestaltung Dokumentarfilm (dotiert mit 2.500 €) geht an Paola Calvo für den Film Violently Happy (Regie: Paola Calvo).

Der Preis für die beste Bildgestaltung Spielfilm (dotiert mit 2.500 €) geht an Marie Zahir für den Film Wie ich mich verlor (Regie: Sarah Weber).

Preisträgerinnen
2022: Roxana Reiss Fence, Constanze Schmitt Bürgermeister, Schäfer, Witwe, Drache
2020: Sabine Panossian Off Season, Doro Götz Lost in Face
2018: Paola Calvo Violently Happy, Marie Zahir Wie ich mich verlor
2016: Julia Hönemann Porn Punk Poetry, Katharina Diessner Arlette – Mut ist ein Muskel
2014: Christiane Schmidt The Forest is Like the Mountains,
Bine Jankowski Rebecca
2012: Julia Daschner Bergig, Eva Katharina Bühler Der weiße Schatz und die Salzarbeiter von Caquena
2011: Eva Maschke Frauenzimmer, Hanne Klaas Ole
2009: Marlen Schlawin Badetag, Susanne Kurz 1,2,3, Anne Misselwitz Der Die Das
2007: Ute Freund Du hast gesagt, dass du mich liebst
2005: Bernadette Paassen In den Schubladen
2003: Janne Busse Klassenfahrt
2001: Jutta Pohlmann England

Jury

Katharina Dießner

Katharina Dießner, IFFF-Preisträgerin 2016 für den Dokumentarfilm Arlette – Mut ist ein Muskel, wurde 1978 geboren und studierte Ethnologie an der Freien Universität Berlin. 2000 begann sie als Kameraassistentin und Beleuchterin zu arbeiten. Von 2007-2015 studierte sie Kamera und Film an der Deutschen Film- und Fernsehakademie Berlin. Während ihres Studiums entstand eine Vielzahl von Kurz-, Dokumentar- und Spielfilmen, die auf internationalen Festivals aufgeführt wurden. Wenn der Osten plötzlich im Westen liegt (Regie: Ki Bun) wurde 2012 / 2013 mit mehreren internationalen Preisen ausgezeichnet. Kineski zid – Great Wall of China (Regie: Aleksandra Odić) lief erfolgreich auf der 68. Berlinale und ihr aktueller Spielfilm Arthur und Claire (Regie: Miguel Alexandre) startete im März 2018 bundesweit im Kino.

Eva Testor

Eva Testor, geboren 1967 in Hall in Tirol, studierte Bildtechnik und Kamera an der Universität für Musik und Darstellende Kunst / Abteilung Film und Fernsehen bei Prof. Christian Berger. Sie lebt als freie Kamerafrau in Wien. Seit 2000 entstanden viele erfolgreiche Filme fürs Kino und Fernsehen, die sie mit beständigen Partnerinnen wie Mirjam Unger (Maikäfer flieg!), Sabine Derflinger (Tag und Nacht) oder Gabi Schweiger (Die Lust der Frauen) bebilderte. 2016 erhielt sie die Goldene Romy für die beste TV-Kameraarbeit für die Erfolgsserie Vorstadtweiber (Staffel 1, Folge 1-5, Regie: Sabine Derflinger). Derzeit dreht sie den neuen Dokumentarfilm von Gabi Schweiger Viva la Vulva. Neben ihrer Kameraarbeit schreibt Eva Testor auch Drehbücher und Prosa.

Sophie Maintigneux

Sophie Maintigneux ist seit 1984 als freie Bildgestalterin tätig. Sie arbeitete mit Regisseur*innen wie Eric Rohmer, Jean-Luc Godard, Michael Klier, Jan Schütte und Helga Reidemeister. Für über 70 Spiel- und Dokumentarfilme hat sie hinter der Kamera gestanden und zahlreiche Preise erhalten, u. a. den Deutschen Kamerapreis für den Dokumentarfilm Damen und Herren ab 65 und für Die dünnen Mädchen. 2017 wurde sie mit dem The WIFTS Cinematographer Award ausgezeichnet. Zuletzt drehte sie den Kinospielfilm Mario (Regie: Marcel Gisler) und den Dokumentarfilm draußen (Regie: Johanna Sunder-Plassmann und Tama Tobias-Macht). Sophie Maintigneux ist seit 2011 als Professorin für Bildgestaltung an der Kunsthochschule für Medien Köln tätig.

Violently Happy

Paola Calvo

DE
2016
Dokumentarfilm
92’

Für ihren Dokumentarfilm Violently Happy begleitete Paola Calvo den ehemaligen Tänzer Felix Ruckert, der mit seinen Choreografien im Kunstbetrieb aneckte […]

Wie ich mich verlor

Marie Zahir (DoP)

DE
2017
Spielfilm
13’

P hat das Vertrauen in die Sprache verloren. Mit der Freundin bringt sie ihre Unsicherheit über die Sprache zum Ausdruck, […]