Programm

Nationaler Wettbewerb für Bildgestalterinnen

8. PREIS FÜR BILDGESTALTERINNEN

Der Nationale Wettbewerb für Bildgestalterinnen stellt – weltweit einzigartig – das Kameraschaff en von Frauen in den Fokus der Aufmerksamkeit. Der Nachwuchspreis zeichnet die beste Bildgestaltung in den Bereichen Spielund Dokumentarfilm aus und wird für Abschlussfilme sowie Filme aus den ersten beiden Jahren nach dem Abschluss verliehen.

Der seit 2001 vergebene Preis unterstützt erfolgreich die Arbeit junger Bildgestalterinnen und ist Bestätigung und Ermutigung, den eingeschlagenen Weg in einem nach wie vor männlich dominierten Arbeitsfeld fortzusetzen.
Die renommierte Bildgestalterin, zweifache Preisträgerin des Deutschen Kamerapreises und Professorin an der Kunsthochschule für Medien Köln Sophie Maintigneux hat den Nachwuchspreis von Beginn an entscheidend unterstützt. Mit ihr stellten die Bildgestalterinnen Anne Misselwitz (Preis für Bildgestalterinnen 2009 für ihren Diplomfilm Der Die Das), deren aktueller Film Were Dengê Min (Regie: Hüseyin Karabey) auf der Berlinale 2014 Premiere feierte und Julia Daschner (Preisträgerin 2012 mit dem Film Bergig), deren jüngster Film Lose Your Head (Regie: Stefan Westerwelle) 2013 in die Kinos kam, die diesjährige Jury. Unter 29 nominierten Beiträgen wählten sie zwei Preisträgerinnen aus:

Der Preis für die beste Bildgestaltung Dokumentarfi lm (dotiert mit 2.500 €) geht an Christiane Schmidt für den Film The Forest Is Like the Mountains / Pădurea e ca muntele, vezi? (Regie: Christiane Schmidt und Didier Guillain).

Der Preis für die beste Bildgestaltung Spielfilm (dotiert mit 2.500 €) geht an Bine Jankowski für den Film Rebecca (Regie: Anna Kohlschütter).

Preisträgerinnen
2022: Roxana Reiss Fence, Constanze Schmitt Bürgermeister, Schäfer, Witwe, Drache
2020: Sabine Panossian Off Season, Doro Götz Lost in Face
2018: Paola Calvo Violently Happy, Marie Zahir Wie ich mich verlor
2016: Julia Hönemann Porn Punk Poetry, Katharina Diessner Arlette – Mut ist ein Muskel
2014: Christiane Schmidt The Forest is Like the Mountains,
Bine Jankowski Rebecca
2012: Julia Daschner Bergig, Eva Katharina Bühler Der weiße Schatz und die Salzarbeiter von Caquena
2011: Eva Maschke Frauenzimmer, Hanne Klaas Ole
2009: Marlen Schlawin Badetag, Susanne Kurz 1,2,3, Anne Misselwitz Der Die Das
2007: Ute Freund Du hast gesagt, dass du mich liebst
2005: Bernadette Paassen In den Schubladen
2003: Janne Busse Klassenfahrt
2001: Jutta Pohlmann England

Jury

Julia Daschner

Julia Daschner wurde 1980 in München geboren. Nach einem Praktikum bei einer freien Fernsehproduktion studierte sie ab 2001 an der Kunsthochschule für Medien Köln im Fachbereich Film und Fernsehen – ein Auslandssemester an der Internationalen Filmhochschule EICTV in Kuba inklusive. Ihr Studium schloss sie mit dem Dokumentarfilm Auf der Walz ab. Heute arbeitet sie als freie Kamerafrau und Regisseurin. 2012 gewann sie auf dem IFFF Dortmund | Köln mit dem Film Bergig, bei dem sie auch Regie führte, den Preis für Bildgestalterinnen. Lose Your Head (R: Stefan Westerwelle), ihr jüngster Film, kam 2013 in die Kinos.


Filme von Julia Daschner (Auswahl)
Shanghai Crab 2011 | Zucchiniblüten 2010 | Auf der Walz 2009 | Ein Sommer lang 2006 | Havanna, 30 de febrero 2005

Sophie Maintigneux

Sophie Maintigneux ist seit 1984 als freie Bildgestalterin tätig. Sie arbeitete mit Regisseur*innen wie Eric Rohmer, Jean-Luc Godard, Michael Klier, Jan Schütte und Helga Reidemeister. Für über 70 Spiel- und Dokumentarfilme hat sie hinter der Kamera gestanden und zahlreiche Preise erhalten, u. a. den Deutschen Kamerapreis für den Dokumentarfilm Damen und Herren ab 65 und für Die dünnen Mädchen. 2017 wurde sie mit dem The WIFTS Cinematographer Award ausgezeichnet. Zuletzt drehte sie den Kinospielfilm Mario (Regie: Marcel Gisler) und den Dokumentarfilm draußen (Regie: Johanna Sunder-Plassmann und Tama Tobias-Macht). Sophie Maintigneux ist seit 2011 als Professorin für Bildgestaltung an der Kunsthochschule für Medien Köln tätig.

Anne Misselwitz

Anne Misselwitz wurde 1977 in Jena geboren. Mit 16 Jahren zog sie für ein Jahr nach Stockholm. Aufenthalte in Mexiko und Guatemala folgten. Von 1998 bis 2001 studierte sie in London am College of Communication Film und Video. Nach ihrem BA-Abschlussfilm Zwielicht kam sie zurück nach Berlin und studierte von 2002 bis 2007 an der Hochschule für Film und Fernsehen »Konrad Wolf« in Potsdam Kamera. Für ihren Diplomfilm Der Die Das (R: Sophie Narr) erhielt sie 2009 auf dem IFFF Dortmund | Köln den Preis für Bildgestalterinnen im Bereich Dokumentarfilm. Ihr aktueller Film Were Dengê Min (R: Hüseyin Karabey) feierte 2014 auf den Internationalen Filmfestspielen Berlin Premiere.

La sagrada de Cuba

Christiane Buchmann (DoP), Elke Margarete Lehrenkrauss

DE / CU
2014
Dokumentarfilm
58’

»Die Kuh ist das Symbol unseres Landes«, sagt der Hirte Luis. Wer in Kuba eine Kuh schlachtet, kann bis zu […]

Pădurea e ca muntele, vezi?

Christiane Schmidt (DoP)

DE / RO
2014
Dokumentarfilm
101’

»Im Sommer 2004 fragten uns Elena und Aron Lingurar, ob wir die Pateneltern ihrer Tochter Anamaria werden möchten. Seitdem haben […]

Rebecca

Bine Jankowski (DoP)

DE
2014
Kurzspielfilm
28’

Die 28-jährige Rebecca kommt nach ihrer Trennung von Ben bei Freunden in einer Berliner WG unter. Warum die Beziehung auseinander […]