Female Gaze

Female Gaze

Weltweit einmalig ist der Nationale Wettbewerb für Bildgestalter*innen, der junge Kamerafrauen im Spiel- und Dokumentarfilm ins Licht rückt und ihre künstlerische Handschrift sichtbar macht. Initiiert und gefördert von CineOne und sPOTTlight aus Dortmund, versteht sich der Preis nicht nur als Auszeichnung, sondern als Resonanzraum für eine neue Generation visueller Erzähler*innen, die mit wachem Blick und großer formaler Freiheit auf die Welt schauen.

Mit Mut, Neugier und oft überraschend unkonventionellen Bildsprachen nähern sich die Preisträger*innen den sozialen Realitäten unserer Gegenwart. Ihre Kameras verharren nicht an der Oberfläche – sie dringen vor in Zwischenräume, in fragile Momente, in jene Zonen, in denen Verletzlichkeit und Widerstand zugleich sichtbar werden. Den Protagonist*innen begegnen sie auf Augenhöhe: aufmerksam, zugewandt und mit einer Sensibilität für Traumata ebenso wie für Sehnsucht, Würde, Kraft und Widersprüchlichkeit.

So entstehen Bilder, die sich gängigen Klischees entziehen und stattdessen präzise, tastend und zugleich entschieden neue Perspektiven eröffnen. Die Filme dieser außergewöhnlich talentierten Bildgestalter*innen erweitern unseren Blick auf Wirklichkeit – und lassen, oft leise, manchmal überraschend kraftvoll, Hoffnung dort aufscheinen, wo sie am dringendsten gebraucht wird.

Gerade deshalb ist dieser Preis unverzichtbar: Noch immer spiegelt die Branche die Vielfalt der Perspektiven nicht wieder. Dieser Wettbewerb setzt ein notwendiges Zeichen als Sichtbarmachung, als Ermutigung und als Einladung, das Kino der Zukunft endlich vielstimmiger zu denken.

Kuratorinnen:

Jury

Greta Isabella Conte

Greta Isabella Conte, 1990 in Bielefeld geboren, schloss ihr Studium an der Filmuniversität Babelsberg KONRAD WOLF 2024 mit dem Master of Fine Arts in Cinematography ab. Dort wurde sie ermutigt, ihrer Intuition zu folgen, und sie wurde darin geschult, eine intime Verbindung zwischen der Kamera und ihren Motiven herzustellen. Ebenfalls 2024 erhielt sie beim IFFF Dortmund+Köln den Female Gaze im Bereich Spielfilm für ihren Abschlussfilm Die feige Schönheit. Ihre Arbeiten wurden unter anderem für Best work shot on film nominiert und waren auf vielen internationalen Festivals zu sehen.

Eva Maschke

Eva Maschke, 1976 in Köln geboren und in der Eifel aufgewachsen. Nach Berufsausbildung zwei Jahre als Physiotherapeutin tätig, bis sie zum Film wechselte. 2002–2007 Studium Film und Medien mit Schwerpunkt Kamera und Bildgestaltung an der Filmakademie Baden-Württemberg. Im Anschluss Autorin, Regisseurin, Kamerafrau und Produzentin im In- und Ausland sowie 2018–2022 als Kamerafrau beim WDR Köln. Seit 2022 ist sie Kamerafrau beim SWR Baden-Baden. Viele ihrer Arbeiten liefen auf renommierten Filmfestivals. 2011 wurde sie mit dem Nachwuchspreis für Bildgestalter*innen beim IFFF Dortmund+Köln ausgezeichnet.

Gisela Tuchtenhagen

Gisela Tuchtenhagen, 1943 in Koszalin (Polen) geboren, 1944 Flucht nach Schleswig-Holstein. Mit 15 geht sie nach Paris und bleibt bis 1963. Ab 1968 Studium an der zwei Jahre zuvor gegründeten Deutschen Film- und Fernsehakademie Berlin (dffb) – als eine der ersten Frauen überhaupt. Die ausgebildete Fotografin entwickelt einen prägnanten Kamerastil, dessen Nähe und gleichzeitig respektvoller Abstand die Bilder ihrer Filme bestimmt. 1971–79 Kamerafrau, Autorin, Regisseurin und Cutterin mit Dokumentarfilmregisseur Klaus Wildenhahn. Neben Lehrtätigkeiten machte sie bis 2022 eigene Dokumentarfilme.

DE
2025
hybrider Dokumentarfilm
25’

Female Gaze – CineOne & sPOTTlight Nationaler Wettbewerb für beste Bildgestalter*innen – Lobende Erwähnung Begründung der Jury (Greta Isabella Conte, […]

Vena

Lisa Jilg (DoP)

DE
2024
Spielfilm
116’
dt. OmeU

Female Gaze – CineOne & sPOTTlight Nationaler Preis für beste Bildgestalter*in Spielfilm Begründung der Jury (Greta Isabella Conte, Eva Maschke, […]

Where the Waves Took Her

Sophia Fenn (DoP)

DE
2025
Dokumentarfilm
82’
OmeU

Female Gaze – CineOne & sPOTTlight Nationaler Preis für die beste Bildgestalter*in Dokumentarfilm Jurybegründung (Greta Isabella Conte, Eva Maschke, Gisela Tuchtenhagen) […]