Die Lange Filmnacht zeigt zeitgenössische feministische Arbeiten junger wie etablierter Filmemacherinnen. In vierzehn Filmen spitzen die Protagonistinnen ihre Nägel. Sie begegnen traumatischen Erfahrungen, unzumutbaren Begebenheiten und normierten Rollenbildern mit kreativer künstlerischer Praxis. Dabei bleiben sie nicht in ihren Ausgangssituationen stecken, sondern nehmen die strukturellen Bedingungen in den Blick. Mit Sprachwitz und zum Teil auch scharfer Zunge, durch Perspektivwechsel, durch das geistreiche Durchweben filmischer Genres und von dokumentarischem Material mit experimenteller Praxis.
Aufgewachsen im Ruhrgebiet. Verbrachte in Paris ein Jahr im Kino und entdeckte ihre Liebe zum Film. Studierte Film-, Fernseh- und Theaterwissenschaften, Romanistik und Sozialpsychologie an der Ruhr-Uni Bochum. Arbeitete dort beim studentisch organisierten Internationalen Videofestival und arbeitet seitdem für verschiedene Filmfestivals (u. a. Int. Kurzfilmtage Oberhausen, Dok & Videofest Kassel) sowie als freie Kuratorin und Übersetzerin.
»Beim IFFF Dortmund+Köln hab ich immer wieder prägende Filme entdecken dürfen, die mir sonst nicht begegnet wären.«
Digitale Frustration, analoge Geister, Schaffenskrisen, Risse, revidierte Geschichte, vertauschte Geschlechterrollen, Empowerment. Ein feministisches Kurzfilmprogramm, das sich mit Witz und Scharfsinn […]