Return

Return

Liza Johnson

Zwei Personen in einem Auto schauen aus dem Beifahrerfenster in Richtung der Kamera.»Bei all meinen Arbeiten interessiert mich die andauernde Gegenwart in der Atmosphäre und der Struktur des Alltags. … Ich dachte, für Return wäre es interessanter, von der Stumpfheit zu erzählen, nach der sich eine Krise anfühlt, wenn sie sich im täglichen Leben niederschlägt. … Return ist keine politische Erörterung, zumindest keine in der Pro- und Contra-Polemik, die die politische Diskussion in Amerika beherrscht. Der Film fällt kein moralisches Urteil über Krieg oder Heimat – er bewegt sich auf einem Grat, der solche Urteile erschwert oder zumindest unerheblich macht. Stattdessen fordert er Empathie mit einer Frau in einer Extremsituation, verortet in einer bestimmten Gemeinschaft, an einem bestimmten Ort zu einer bestimmten Zeit.«
– Liza Johnson

Zurück von einem Militäreinsatz, kann Kelli es kaum erwarten, ihr altes Leben im industrialisierten »Rust-Belt« der USA aufzunehmen, wo sie immer gelebt hat. Sie freut sich auf den Teppich unter ihren nackten Füssen, den Geruch ihres Babys, ihre Arbeit am Gabelstapler. Doch das Leben, das sie zurückgelassen hatte, hat seinen Reiz verloren. Der Alltag ist für sie banal und schwierig zugleich. Nirgendwo findet sie Anzeichen des Krieges, den sie gekämpft hat und ob es Sinn macht, wo sie gewesen ist und warum. Die Interessen der Freunde erscheinen ihr läppisch, ihre Kinder verlangen mehr Aufmerksamkeit, als sie ihnen geben kann und ihr Mann will – wenn überhaupt – seine alte Frau zurück. Kelli rutscht an den Rand und sucht verzweifelt einen Weg in die Zukunft.
Das Festival zeigt Return als deutsche Erstaufführung.

Regie / Buch

Liza Johnson

Bildgestaltung

Anne Etheridge

Schnitt

Paul Zucker, Affonso Goncalves

Ton

Chen Harpaz

Musik

T. Griffin

Darsteller*innen

Linda Cardellini, Michael Shannon, John Slattery und andere

Produktion

Noah Harlan, Ben Howe

Kontakt

REZO

Porträt von Liza Johnson

Liza Johnson

Die Arbeiten der Künstlerin und Filmemacherin Liza Johnson werden international ausgestellt und liefen unter anderem auf den Filmfestivals in New York, Berlin, Cannes oder Rotterdam. Johnson nahm am Künstlerprogramm des Deutschen Akademischen Austauschdienstes (DAAD) und des Sundance Instituts teil und veröffentlichte eine Reihe von Artikeln und Interviews über Kunst und Film. Liza Johnson ist Professorin für Kunst am Williams College.


Filme von Liza Johnson (Auswahl)
In the Air 2009 | South of Ten 2006 | Desert Motel 2005 | Falling 2004 | Fernweh – The Opposite of Homesick 2000 | Giftwrap 1998