Still the Water

Futatsume no mado

Still the Water

Naomi Kawase

»Ich wünsche mir, dass Zuschauern des Films klar wird, dass wir Menschen nicht der Nabel der Welt sind. Wir sind nur ein kleiner Teil eines großen Kreislaufes. Ich wollte eine Geschichte erschaffen, in der deutlich wird, dass dieser Kreislauf, in dem wir alle leben, von göttlicher Natur ist.«
Naomi Kawase

Kaito und seine Freundin Kyoko leben auf der subtropischen Insel Amami-Ōshima. Gemeinsam erfahren die beiden Heranwachsenden das Erwachen ihrer Sinnlichkeit und die Gemeinschaft mit der Natur vor dem Hintergrund familiärer Dramen. Kaitos Vater hat vor kurzem die Familie verlassen. Kyokos Mutter liegt im Sterben. Ihr Krankenbett steht unter einem hundertjährigen Baum im Garten. Der Tod der Mutter im Kreis ihrer Familie, begleitet vom traditionellen Gesang der Nachbarinnen, zählt zu den schönsten und ergreifendsten Szenen des Films.
Das Leben der Menschen im Einklang mit der Natur, Sinnlichkeit, Spiritualität, Trauer und Abschied sind wichtige Aspekte in Naomi Kawases Arbeit. Auch ihr poetisches Opus Futatsume no mado erkundet den ewigen Kreislauf von Leben und Tod.

Regie / Buch

Naomi Kawase

Bildgestaltung

Yutaka Yamazaki

Montage

Tina Baz

Ton

Shigeatsu Ao

Musik

Hasiken

Darsteller*innen

Nijiro Murakami, Jun Yoshinaga,
Miyuki Matsuda, Tetta Sugimoto, Makiko Watanabe, Jun Murakami, Fujio Tokita
Produktion Wowow, Comme des Cinémas, Arte France Cinéma, Luis Miñarro, Kumie,
Asmik ACE; Masa Sawada, Takehiko Aoki, Naomi Kawase

Produktion

Reiji Yamamoto

Kontakt

Film Kino Text

Porträt der Regisseurin Naomi Kawase.

Naomi Kawase

Naomi Kawase wurde 1969 im japanischen Nara geboren. Sie studierte Film an der Osaka School of Photography (heute: School of Visual Arts), an der sie anschließend vier Jahre unterrichtete. 1992 entstand mit Ni Tsutsumarete ein 8-mm-Film über die Suche nach ihrem leiblichen Vater. 1997 drehte sie mit Moe No Suzaku ihr Spielfilmdebüt. Als jüngste Preisträgerin in der Geschichte der Internationalen Filmfestspiele in Cannes wurde sie dafür mit einer Goldenen Palme ausgezeichnet. Auch ihre weiteren Filme wurden regelmäßig auf internationalen Festivals gezeigt und prämiert. Für Mogari No Mori erhielt Naomi Kawase 2007 – ebenfalls auf den Internationalen Filmfestspielen in Cannes – den Großen Preis der Jury. Im selben Jahr erhielt ihre Dokumentation Tara- chime den Special Prize auf dem Yamagata International Film Festival.


Filme von Naomi Kawase (Auswahl)
Hanezu No Tsuki/Hanezu 2011 | Genpin 2010 | Seven Nights 2008 | Mogari No Mori (The Mourning Forest) 2007 | Tsuioko No Dansu (Letter From a Yellow Cherry Blossom) 2003 | Hotaru (Firefly) 2000 | Manguekyo 1999 | The Weald 1997 | Ni Tsutsumarete (Embracing) 1992