Folkbildningsterror

Folkbildningsterror

Lasse Långström

SE
2015
Dokumentarfilm
118’
begehrt! - filmlust queer

Eine tanzende Revolution zieht durch die Straßen Göteborgs. Kraftvoll und kreativ verleiht eine Gruppe von Aktivist*innen ihrer Wut auf die neoliberalen Entwicklungen in Schweden Ausdruck. Ihre Protestform: Ein DIY-Musical. Mit neun radikalen und selbstgemachten Songs und wunderschönen Choreografien zwischen Rock’n’Roll, schwedischem Schlagerpop, Politik und Sex, sagen sie Rassismus, Sexismus, Homo- und Transphobie den Kampf an. Das queere Kollektiv richtet sich gegen viele Formen staatlicher Repression, und so tauchen auch ein posthumanistischer Hase und ein*e satanische*r Priester*in auf. Fahrkartenkontrolleur*innen werden mit Glitter in die Flucht geschlagen, eine Abschiebung wird verhindert und die Sachbearbeiterin des Arbeitsamtes in Ketten gelegt. Anarchie-Aktivismus trifft auf Selbstironie – Folkbildningsterror greift die ersten Filme von John Waters auf, in denen er seine Freunde der Gegenkultur versammelte. Die fröhlich-kämpferische Haltung greift auch aufs Publikum über. Innerhalb von drei Jahren ist den Göteborg Förenade Musikalaktivister eine pointierte und äußerst unterhaltsame Kollektivarbeit gelungen, die singend und tanzend an den bestehenden Verhältnissen rüttelt.

Regie / Buch / Bildgestaltung / Montage / Ton / Musik / Produktion / Kontakt

Lasse Långström, Göteborgs Förenade Musikalaktivister

Lasse Långström

Schauspieler_in und Regisseur_in Långström ist 2010 mit dem Film Sedelärande Instruktionsmusikal: Revolutionärt Uppförande über die Aktivist_innen Göteborgs bekannt geworden. Dieser gab auch Anstoß zu den Arbeiten an Folkbildningsterror. 2011 ist der Kurzfilm Cry Alliance of Our Hatred entstanden.


Filme von Lasse Långström
Cry Alliance of Our Hatred 2011 | Sedelärande Instruktionsmusikal: Revolutionärt Uppförande (Moralists’ Instruction Musical: The Revolutionary Conduct) 2010