Agatha’s Almanac
Amalie Atkins
Agatha ist 90 Jahre alt und lebt allein auf einer alten Familienfarm in der kanadischen Provinz Manitoba, weitgehend ohne moderne Technik, Auto oder Handy. Stattdessen richtet sich ihr Leben nach den Zyklen der Natur – sie sät, pflegt und erntet alte Sorten von Samen und Pflanzen, die seit Generationen weitergegeben werden. Ihre Tage sind geprägt von handwerklicher Arbeit, selbständiger Versorgung und einer tiefen Verbindung zur Natur.
Die Regisseurin Amalie Atkins, Agathas Nichte, hat diesen Film über einen Zeitraum von sechs Jahren mit einem rein weiblichen Team auf 16-mm-Film realisiert. Dadurch entsteht eine intime, sinnliche Bildsprache, die das langsame, bewusste Leben und die resiliente Haltung ihrer Protagonistin eindrucksvoll einfängt. Die Kamera folgt Agatha bei alltäglichen Aufgaben – vom Gärtnern über Reparaturen bis zu traditionellen Handarbeiten – und lässt dabei Raum für stille Momente, Erinnerungen und persönliche Erzählungen. Agatha’s Almanac ist mehr als ein Porträt: der Film reflektiert Unabhängigkeit, Beständigkeit und einen Lebensstil abseits der modernen Beschleunigung. Ein Film, der den Wert einfacher Routinen und handwerklicher Fähigkeiten neu sichtbar macht und die Schönheit einer entschleunigten, selbstbestimmten Lebenswelt in den Fokus rückt.
Preise für »Agathas Almanac«
2025 Hot Docs Canadian International Documentary Festival – Best Canadian Feature Documentary
Amalie Atkins
Amalie Atkins präsentiert mit Agatha’s Almanac ihr Langfilmdebüt. In ihren interdisziplinären Arbeiten werden Bilder, Textilien, Performance und analoge Filmtechniken zu einer poetischen Bildsprache verwoben. Themen wie Erinnerung, Landschaft und weibliche Erfahrungshorizonte bilden seit Jahren den Kern ihres künstlerischen Interesses. Aufgewachsen in den Weiten der kanadischen Prärien, prägt diese Landschaft bis heute ihr visuelles Denken und ihre ästhetischen Entscheidungen. Atkins studierte Textilkunst am Alberta College of Art and Design, wo die Auseinandersetzung mit Film – insbesondere mit Super-8-Material – früh zu einem wesentlichen Bestandteil ihrer Praxis wurde.