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Sonita

Rokhsareh Ghaem Maghami

IR / DE / CH
2015
Dokumentarfilm
90’
OmU

In ihrem international gefeierten Dokumentarfilm erzählt Maghami die Geschichte der 19jährigen Rapperin Sonita. Sie stammt aus Afghanistan und lebt als illegale Migrantin in Iran – ohne Rechte, offizielle Schulbildung und Papiere. Doch Sonita hat Talent: Als erste afghanische Rapperin erzählt sie ihre Geschichte, die kein Einzelfall ist. So hofft sie, dem Vorhaben ihrer Familie zu entkommen: Die plant, sie für 9.000 $ an einen unbekannten Ehemann zu verkaufen, damit Sonitas Bruder heiraten kann. Nun muss sich auch die Filmemacherin entscheiden: Bleibt sie neutrale Beobachterin oder greift sie ein?

Rokhsareh Ghaem Maghami

Rokhsareh Ghaem Maghami studierte Film (BA) und Animation (MA) an der Kunstuniversität Teheran. Sie forschte über Animation im Dokumentarfilm und veröffentlichte ihre Ergebnisse in dem Buch »Animated Documentary, a New Way to Express«. In ihren Dokumentarfilmen liegt der Fokus auf Menschen am Rande der Gesellschaft. Sie nutzt hybride Formen und überschreitet so bewusst die Grenzen des konventionellen Dokumentarfilms. Darüber hinaus liegt ihr künstlerisches Interesse in der Außenseiterkunst, Dramatherapie und experimentelle Animation. Ihr Dokumentarfilm Sonita lief auf zahlreichen Filmfestivals und gewann u. a. den Großen Preis der Jury und den Publikumspreis auf dem Sundance Film Festival 2016.