Heigthened Scrutiny
Sam Feder
Der republikanisch regierte US-Bundesstaat Tennessee beschließt 2023 ein Gesetz, das geschlechtergerechte medizinische Versorgung bei Jugendlichen verbietet. 2024 wird vor dem höchsten US-amerikanischen Gericht, dem Supreme Court, verhandelt, ob dieses Gesetz einer »heightened scrutiny« (verschärften Überprüfung) unterzogen werden soll, ob es bestimmte Personengruppen diskriminiert.
Im Zentrum des Films steht der Bürgerrechtsanwalt Chase Strangio, der sich gegen dieses Gesetz einsetzt und der auch die erste trans* Person ist, die vor dem Supreme Court einen Fall vertritt. Der Film zeigt, wie viel Ausdauer und Solidarität es braucht, um gegen ein trans*feindliches Justizsystem anzukämpfen und wie entscheidend der Zusammenhalt innerhalb der queeren und trans* Community ist. Auch Aktivist*innen wie Peppermint und Elliot Page kommen zu Wort und machen deutlich, warum der Kampf für Trans*-Rechte uns alle betrifft. Speziell berührend ist auch die Szene, in der die Schülerin Mila bei einer Schulversammlung das Wort ergreift und erklärt, wie das geplante Gesetz ihre Identität als trans* Jugendliche bedroht. Daneben zeigen Insider*innen die Systematik hinter der trans*feindlichen Stimmung in den USA auf und sprechen über die Berichterstattung der verschiedenen Medien, die in die öffentliche Wahrnehmung der Rechte von trans* Personen eingreifen.
In Kooperation mit Gleichstellungsbeauftragte der Uni Köln
Preise für »HEIGHTENED SCRUTINY«
Best Documentary – Honolulu Rainbow Film Festival
Sonderpreis der Schwulen Filmwoche Freiburg
Audience Award Runner-Up – Salem Film Fest
Short List – DOC NYC
Special Jury Mention – Connecticut Film Festival
Special Award – Bentonville Film Festival
Nominee, Knight Documentary Achievement Award – Miami Film Festival
Frameline Completion Fund – Frameline San Francisco International LGBTQ Film Festival
Official Selection – Sundance Film Festival
Sam Feder
Sam Feder ist Regisseur und Produzent und wurde für den Peabody Award nominiert. Feders Filme untersuchen die Schnittstelle zwischen Sichtbarkeit und Politik entlang der Linien von race, class, and gender. Feder führte Regie bei der preisgekrönten Netflix-Dokumentation Disclosure: Trans Lives on Screen (2020) und dem Dokumentarfilm Kate Bornstein is a Queer & Pleasant Danger, für den Feder 2015 mit dem James Aronson Award für sozialkritischen Journalismus ausgezeichnet wurde. Feders Werke wurden international auf Festivals, in Theatern und Museen gezeigt, darunter das Sundance Film Festival. Feder wurde kürzlich als stimmberechtigtes Mitglied in die Dokumentarfilmabteilung der Academy of Motion Picture Arts and Sciences berufen.
Filme von Sam Feder
Disclosure 2020 | Kate Bornstein is a Queer & Pleasant Danger 2014 | Boy I Am 2006