God Is Not Working on Sunday!

God Is Not Working on Sunday!

Leona Goldstein

RW / DE
2015
Dokumentarfilm
83’
Panorama

Was wie eine feministische Utopie klingt, ist in Ruanda Realität. Seit 2008 bilden Frauen eine Mehrheit im ruandischen Parlament – bisher ein globaler Einzelfall. 20 Jahre nach dem Genozid gilt das Land als eines der progressivsten Länder des afrikanischen Kontinents: schnelles Wirtschaftswachstum, technologische Vorreiterstellung und ein pulsierendes Netzwerk von Aktivistinnen, die im Kampf für Versöhnung und Gleichberechtigung neue gesellschaftliche Räume für Frauen schaffen.

Welchen Einfluss hat eine von Frauen dominierte Politik auf Konfliktlösungsstrategien? Und wie geht die junge Generation von heute mit den Folgen des Völkermords und der sexualisierten Kriegsgewalt um? Leona Goldstein begleitet die beiden Aktivistinnen Godelieve und Florida, die sich durch tradierte patriarchalische Strukturen bewegen und sich für eine geschlechterbezogene Traumaverarbeitung einsetzen. God Is Not Working on Sunday! ist kein weiterer Film über den Genozid, sondern beschäftigt sich mit dem Jetzt und Heute. 2014 markiert dabei mit der Entlassung der letzten ehemaligen Täter in den sozialen Dienst einen erneuten Wendepunkt, den Goldsteins Film von beiden Seiten beleuchtet; auch die Reaktion der Männer auf die neuen Macht- und Geschlechterdynamiken ist Teil der Langzeitdokumentation. Ein Appell, an politische Partizipation zu glauben, statt auf äußere Kräfte zu warten, wie es Goldsteins Titel andeutet.

In Kooperation mit medica mondiale


Auszeichnungen für God Is Not Working on Sunday!
Best Film – MIC Genero Mexico 2015 | Best Human Rights Film – Move it! Film Festival 2015 | Best Director – Cine Women 2015 | Platinum Award: Best Documentary – International Film Festival on Women ́s Rights and Social Issues, Indonesia 2016 | Best Director – Berlin Independent Film Festival 2016 | Best Feature Lenght Documentary – 12 Months Film Festival 2016

egie / Buch / Bildgestaltung

Leona Goldstein

Montage

Clara Andres

Ton

Felicitas Heck

Musik

Emilio Gordoa

Produktion / Kontakt

Zapanka Films

Leona Goldstein

Die 1976 geborene Filmemacherin und Fotografin Goldstein studierte Visuelle Kommunikation in Rom, Dortmund und Berlin. In ihren filmischen und fotografischen Arbeiten stellt sie mit einem Fokus auf Bürgerrechte, Gendergleichheit und Migration Grenzpolitiken infrage. Ihre letzten Projekte dokumentieren soziale Bewegungen in Kambodscha, Venezuela, Burkina Faso, Mexiko und innerhalb Europas. Goldstein hat zahlreiche Stipendien und Auszeichnungen erhalten, ihre Arbeiten werden international auf Festivals gezeigt. Seit 2012 hat sie eine Dozentur für Dokumentarfilm an der Hochschule für Technik und Wirtschaft in Berlin.


Filme von Leona Goldstein
El poder es el pueblo
2010 | Au clair de la une 2007 | Le Heim 2005 | Transit-Home 2004