Programm

Ginger & Rosa

Sally Potter

UK / DK
2012
Spielfilm
90’
Specials

»Es war eine sehr schwierige Generation und viele Töchter dieser Generation haben ihren Müttern zu Unrecht Vorwürfe gemacht.«
– Sally Potter im Gespräch mit Anne Thompson, blogs.indiewire.com, 19.09.2012

Ginger und Rosa sind beste Freundinnen. Sie leben im London der frühen 1960er Jahre, in dem die Unruhe des Kalten Krieges auf die Spannungen der Sexuellen Revolution trifft. Während Ginger Gedichte verfasst und sich gegen die drohende nukleare Katastrophe engagiert, übernimmt Rosa die führende Rolle in den praktischen Dingen des Lebens: rauchen, Jungs küssen und beten. Damit rebellieren die jungen Mädchen offen gegen ihre Eltern und träumen von einem anderen, aufregenderen Leben. Vor allem aber wollen sie nicht so werden wie ihre Mütter, deren häuslichem Dasein sie nichts als Verachtung entgegenbringen. Gingers pazifistischer Vater erscheint den beiden als verträumter Bohemien und nachdem dieser sich von Gingers Mutter trennt, sucht Ginger Zuflucht bei ihm. Eine Geborgenheit, die sich als trügerisch herausstellen soll, denn Rosa lässt sich auf eine verhängnisvolle Affäre mit Gingers Vater ein. Ginger ist zutiefst verstört und findet allein in einem mit der Familie befreundeten schwulen Paar und dessen amerikanischer Freundin emotionalen Halt. Parallel zur Zuspitzung der Kuba-Krise zerbricht die tiefe Freundschaft der beiden Mädchen. Allein das Schreiben rettet Ginger in dieser Zeit persönlicher Vernichtung.

Eröffnungsfilm des Internationalen Frauenfilmfestivals Dortmund | Köln 2013

Regie / Buch

Sally Potter

Bildgestaltung

Robby Ryan

Montage

Anders Refn

Darsteller*innen

Alice Englert, Elle Fanning, Allessandro Nivola, Annette Bening,
Timothy Spall, Oliver Platt, Christina Hendricks und andere

Produktion

Christopher Sheppard, Andrew Litvin

Kontakt

Concorde Film

Portrait der Regisseurin Sally Potter

Sally Potter

Die britische Regisseurin Sally Potter wurde 1949 in London geboren. Ihren ersten Film drehte sie als Vierzehnjährige auf 8 mm. Erste experimentelle Kurzfilme folgten. Ab 1969 arbeitete sie auch als Performerin, Choreografin, Tänzerin und Musikerin. Der internationale Durchbruch als Regisseurin gelang ihr 1992 mit der für einen Oscar nominierten Verfilmung von Virginia Woolfs Roman Orlando. 2012 wurde sie mit dem Order of the British Empire für ihre Verdienste um den Film geehrt. Beim IFFF Dortmund | Köln 2013 lief Potters vorherige Regiearbeit Ginger & Rosa als Eröffnungsfilm.


Filme von Sally Potter
Ginger & Rosa 2012 | Rage 2009 | Yes 2004 | The Man Who Cried (In stürmischen Zeiten) 2000 | The Tango Lesson (Tango-Fieber) 1997 | Orlando 1992 | I Am an Ox, Am a Horse, I Am a Man, I Am a Woman 1988 | The Gold Diggers 1983 | Thriller 1979