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My Stolen Planet

Farahnaz Sharifi

DE / IR
2024
Dokumentarfilm
82’

My Stolen Planet erzählt in Tagebuchform von Farah, einer Filmemacherin, die 1979, nach der islamischen Revolution im Iran geboren wurde. In einer Sammlung von 8mm-Filmen, stellt sie Momente der Freude und des Widerstands zusammen und zeigt den Kontrast zwischen innerer Freiheit und äußerer Unterdrückung.

Durch die Kontaktaufnahme zu Leila, einer Hochschulprofessorin, die den Iran während der Revolution verließ, bekommt ein Gesicht in Farahs Archiv einen Namen und eine Geschichte. Auch Farahs an Alzheimer erkrankte Mutter motiviert sie, gegen das Vergessen zu kämpfen. Dann beginnt im Herbst die Zan-Zendegi-Azadi-Bewegung und markiert für viele Iraner*innen einen Wendepunkt.

»Wenn wir eine Erinnerung mit anderen teilen, wandelt sie sich von privat zu öffentlich. Die Geschichte des Iran ist eng mit dem Widerstand gegen das Vergessen verflochten. In einer Zeit, in der die Machthaber bestrebt sind, diese Geschichte auf ihre Weise zu erzählen und dabei ganz bewusst wichtige Ereignisse verschleiern, ist es umso wichtiger, die kleinen, persönlichen Erzählungen zu teilen.«
(Farahnaz Sharifi, Regie)

Regie / Buch

Farahnaz Sharifi

Farahnaz Sharifi

Farahnaz Sharifi ist eine preisgekrönte iranische Filmemacherin, die seit 2022 in Deutschland lebt. Sie hat im Iran Filmwissenschaften studiert. Die meisten ihrer Filme zeichnen sich durch einen kreativen Umgang mit Archivmaterial aus. Sie ist außerdem eine bekannte Filmeditorin. Farahnaz hat zahlreiche Auszeichnungen im In- und Ausland erhalten und war als Filmemacherin, Editorin und Jurymitglied bei vielen führenden internationalen Filmfestivals beteiligt, darunter Berlinale, Venice Film Festival, IDFA, Sheffield DocFest und Uppsala International Short Film Festival. Neben ihrer Karriere als Filmemacherin und Editorin ist sie auch Schriftstellerin und ihr Kurzgeschichtenbuch Breathing in Open Air wurde im Iran veröffentlicht.