Mixed Messages

Mixed Messages

Kanchi Wichmann

DE
2017
Webserie
67’
begehrt! - filmlust queer

Im Fokus von Kanchi Wichmanns lesbischer Webserie Mixed Messages steht die 36-jährige Dyke Ren, die gerade von London nach Berlin gezogen ist und sich nun ihren Weg durch das Terrain der alternativen Berliner Queer-Szene bahnt. Zwischen Speed-Dating und Meditationskurs, Bondage und Hängematte, Kiezspielplatz und Altbau-WG-Küche versucht sie, sich ihren Reim auf die zwischen den Zeilen gesendeten Botschaften und Mehrdeutigkeiten zu machen, auf die sich lesbische Berliner*innen allem Anschein nach spezialisiert haben – Mixed Messages eben. Pointiert und selbstironisch fängt die Serie wiederkehrende Muster und kuriose Rituale ein, die es in dieser Szene, dieser Stadt, dieser Generation zu durchschauen gilt.

»Du siehst einer Person dabei zu, wie sie immer und immer wieder dieselbe Erfahrung macht, und wäre es ein Langfilm, würde das Publikum einen narrativen Bogen erwarten, in dem die Figur etwas lernt und erreicht. Aber das ist nicht, was hier passiert. Ren fängt immer wieder bei Null an, weil das die Erfahrung ist, die ich und meine Freunde so oft gemacht haben. Ich denke, sie passt zu einem episodischen, fast Sitcom-artigen Format, das ist das Wesen dieses Materials. Ich hatte nie vor, eine Webserie zu machen, ich begreife mich schon als Filmemacherin und will eigentlich einen zweiten Langfilm realisieren. Aber ich hatte das Gefühl, dass dieses Format der zirkulären Natur des Stoffs so viel besser entspricht.« Kanchi Wichmann auf www.exberliner.com

Regie / Buch

Kanchi Wichmann

Bildgestaltung

Smina Blut

Montage

Cary Cronenwett

Darstellerinnen

Alana Lake, Cleo Jacobe, Liz Rosenfeld, Elly Clarke, Anja Kümmel, Sadie Lune, Sergina Xuparina, Ann Antidote, Skyler Braeden Fox

Produktion

Nadja Krüger

Kontakt

Pro-Fun Media

Kanchi Wichmann

Kanchi Wichmann wurde 1974 als Tochter einer englischen Mutter und eines deutschen Vaters geboren. Sie arbeitete zunächst mit Video- und Super-8-Material und drehte mit 21 ihren ersten narrativen 16-mm- Film. Ihr Kurzfilm Travelling Light wurde für den BAFTA nominiert. Ihr erster Langspielfilm Break My Fall über eine lesbische Beziehungsgeschichte im Londoner Osten erschien 2011 und wurde in eine Liste von 10 großartigen lesbischen Filmen aufgenommen, die das British Film Institute 2016 veröffentlichte. Wichmann hat in zahlreichen Jobs im Filmbereich gearbeitet, u.a. bei Festivals, in Kinos und für andere Regisseur*innen, so etwa im Produktionsbüro von Ulrike Ottinger. Seit 2014 lebt und arbeitet Wichmann in Berlin; derzeit bereitet sie die Produktion ihres zweiten Spielfilms vor.


Filme von Kanchi Wichmann
Break My Fall 2011 | I Don’t Exist 2004 | Travelling Light 1999