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Maydegol

Sarvnaz Alambeigi

IR / DE / FR
2024
Dokumentarfilm
74’
OmU

Dieser bewegende Dokumentarfilm erzählt die Geschichte der 19-jährigen Maydegol und ihrem Traum, als Thai-Boxerin im afghanischen Nationalteam zu reüssieren. Die geflüchtete Jugendliche führt ein prekäres Leben in Iran, arbeitet auf einer Obst- und Pilzplantage und ist alltäglich unterschiedlichen Formen der Diskriminierung und Gewalt ausgesetzt. Mit ihrem Sport will sie nicht nur im Ring Erfolg haben, sondern auch die Schwierigkeiten des Lebens überwinden. So erzählt dieser Film eine individuelle Geschichte, steht aber auch stellvertretend für eine junge Generation von Afghaninnen, die nicht aufgibt, für eine gerechtes Leben zu kämpfen.

Es ist kein Zufall, dass sich in dieser Zeit viele Filmemacherinnen dem Thema FLINTA*-Sport widmen. »Männliche Dominanz über Frauen ist kein Naturzustand!«, resoniert die Journalistin Andrea Böhm, die mit ihrem neusten Sachbuch Fighting Like a Woman: Die Geschichte der Frauen, die zurückschlagen herausstellt, es gäbe einen Zusammenhang zwischen Staatskrisen und der Unterdrückung der Frau: die aktuelle machtpolitische Destabilisierung der ‚alten Ordnung‘ erwirkt einen konservativen Backlash in Form eines Angriffes auf die erworbenen Rechte für FLINTA*. Gerade deswegen kehren feministische Filmemacherinnen heute wieder zu einem Urmythos zurück: der körperlichen Überlegenheit des Mannes.

Portrait von Sarvnaz Alambeigi

Sarvnaz Alambeigi

Sarvnaz Alambeigi ist eine preisgekrönte iranische Filmemacherin und multidisziplinäre Künstlerin, die sowohl im Bereich des Dokumentarfilms als auch der bildenden Kunst tätig ist. Sie absolvierte die Schule für Grafikdesign und studierte Malerei an der University of Art and Architecture in Teheran. Zudem absolvierte sie eine Filmausbildung an der Documentary Campus Masterschool und der Danish Film School.
Ihr Dokumentarfilm 1001 Nights Apart feierte seine internationale Premiere und gewann den VFF-Dokumentarfilm-Produktionspreis beim DOK.fest München, gefolgt von Ausstrahlungen auf Arte und anderen europäischen Sendern.
Ihr neuester Film, Maydegol (2024), feierte seine Premiere bei den Internationalen Filmfestspielen Berlin (Generation 14plus), wo er eine besondere Erwähnung der internationalen Jury erhielt und für den Berlinale-Dokumentarfilmpreis nominiert wurde. Seitdem wurde er auf zahlreichen internationalen Festivals gezeigt.
Neben ihrer filmischen Tätigkeit hat sie einen Gedichtband veröffentlicht und mehrere Malereiausstellungen veranstaltet. Ihre Arbeit konzentriert sich auf sozial engagiertes Storytelling und beschäftigt sich mit Themen wie Identität, Geschlecht und marginalisierten Stimmen.