Spielplan

Dykes, Camera, Action!

Caroline Berler

US
2018
Dokumentarfilm
61’
Fokus

»Als ich in den späten 1990er Jahren in Texas aufwuchs, kannte ich keine offen homosexuellen Personen in meiner Gemeinde, also habe ich mich im Kino nach Vorbildern umgesehen.« Caroline Berler

Der Titel des Films ist Programm. Mit Material aus relevanten ikonischen Filmen erzählt Dykes, Camera, Action! die Geschichte des lesbischen Kinos. Rollen für lesbische Frauen waren bis in die 1970er Jahre eine fast unsichtbare Leerstelle in Filmen. Im Zuge der zweiten Frauenbewegung begannen feministische Filmemacher*innen ihre eigenen Themen zu bearbeiten. Die heteronormative Bildsprache des Mainstream-Kinos wurde abgelehnt, stattdessen schufen Künstlerinnen für die neuen Sujets auch neue, experimentelle Formen. Barbara Hammer zählte zu den Pionierinnen des feministisch-lesbischen Avantgardefilms, als sie im Jahr 1974 mit ihrem Kurzfilm Dyketactics lesbische Identität und Sexualität erforschte. Durch die mediale Sichtbarmachung von queerem Begehren eröffneten sie und ihre Mitstreiter*innen neue Möglichkeiten der Wahrnehmung und Räume für Identifikation.
Caroline Berler trifft die relevanten Protagonist*innen der lesbischen, US-amerikanischen Filmszene: Barbara Hammer, Su Friedrich, Rose Troche, Cheryl Dunye, Yoruba Richen, Desiree Akhavan, Vicky Du, Ruby Rich, Jenni Olson und andere erzählen, wie sie queere Identität in Filmen entdeckten und ausdrücken. Ihr Blick auf die wenigen – zumeist sehr unglücklichen – lesbischen Figuren des Mainstream-Kinos lässt die großartige Selbstermächtigung dieser Film-Frauen noch klarer hervortreten. (BS)

In Kooperation mit LAG Lesben in NRW.

Regie / Montage

Caroline Berler

Bildgestaltung

Melanie McClean Brooks

Animation

Jenny Bee

Ton

Gisela Fulla-Silvestre

Musik

Gil Talmi

Mit

Barbara Hammer, Su Friedrich, Rose Troche, Cheryl Dunye, Yoruba Richen, Desiree Akhavan, Vicky Du, Ruby Rich, Jenni Olson

Produktion

Rebecca Benson, Caroline Berler

Kontakt

The Film Collaborative

Caroline Berler

Caroline Berler lebt und arbeitet als Dokumentarfilmregisseurin und Cutterin in New York City. Sie war als Koproduzentin, Schnittassistenz und Tonfrau an Dokumentarfilmproduktionen beteiligt, die in den USA im Fernsehen ausgestrahlt wurden und international auf Filmfestivals und im Kino gezeigt. Sie hat einen Masterabschluss in Sozialdokumentarischem Film an der School of Visual Arts und einen Bachelor in Soziologie an der New York University absolviert. Dykes, Camera, Action! ist ihr Debüt als Regisseurin.