Die schönste Nebensache der Welt

Die schönste Nebensache der Welt

Tanja Bubbel

DE
2009
Dokumentarfilm
56’
Performances & Specials

In den 50er Jahren hieß Frauenfußball noch Damenfußball und war offiziell vom DFB verboten. Dennoch fanden erste Länderspiele in ausverkauften Stadien statt – in der Mannschaft auch Spielerinnen aus Dortmund. Der Film beschreibt die Entstehungsgeschichte des Frauenfußballs in Deutschland und beginnt bei den Spielerinnen Christa Kleinhans, Renate Bress, Anne Droste, Inge Kwast und Grete Eisleben. Sie waren 1955 Gründungsmitglieder von Fortuna Dortmund, den man als ersten Frauenfußballverein in Deutschland bezeichnen könnte.

Mit Sabine Seidel und Gisela Liedemann sind auch zwei der Pionierinnen des ostdeutschen Frauenfußballs im Film zu sehen und hören; sie waren in den 70er Jahren bei Turbine Potsdam aktiv. Wegen ihrer Schusstechnik gilt Sabine Seidel bis heute als die beste Spielerin der DDR. Und Petra Landers aus Bochum war Mitglied der ersten offiziellen Frauen-Nationalmannschaft. Sie erhielt 1989 ein Kaffeeservice als DFB-Prämie für den Gewinn der Europameisterschaft. Die Spielerinnen berichten aus ihrem bewegten und bewegenden Fußball-Leben und das umfangreiche Archivmaterial aus dem ost- und westdeutschen Fernsehen erzählt auch von der unfassbaren Misogynie in der Geschichte des Frauenfußballs.

Regisseurin und Drehbuchautorin Tanja Bubbel realisierte Die schönste Nebensache der Welt als Abschlussfilm an der Filmuniversität Babelsberg KONRAD WOLF (ehemals HFF).

In Kooperation mit dem Deutschen Fußballmuseum, Dortmund


Preise für ›Die schönste Nebensache der Welt‹
Preis für den Besten Frauenfußballfilm – 11mm International Football Film Festival Berlin 2011

Regie / Buch

Bildgestaltung

Miriam Troescher

Montage

Marlene Assmann

Ton

Antje Volkmann, Stefan Haberfeld, Jacob Ilgner

Musik

Johannes Repka

Produktion / Kontakt

Filmuniversität Babelsberg KONRAD WOLF

Tanja Bubbel

Die Autorin, Regisseurin und Dramaturgin Tanja Bubbel wurde in Bochum-Wattenscheid geboren und lebt und arbeitet in Berlin. Nach einem Magister in Philosophie (FU Berlin und University of Chicago) studierte sie an der Filmuniversität Babelsberg in Potsdam Drehbuch und Dramaturgie. 2011/12 war sie Stipendiatin der Drehbuchwerkstatt München. Seitdem hat sie als Regisseurin zwei Kurzfilme realisiert und schreibt seit 2014 regelmäßig für das Fernsehen, u. a. für die Serien In Gefahr, Im Namen der Gerechtigkeit, Verbrechen aus Leidenschaft, Einsatz in Köln – die Kommissare und Schicksale.


Filme von Tanja Bubbel
Spielplatz 2014 | L-Liebe 2013 | Glioblastom 2008 | Miss Bildung – Deutsche Frauen, deutsche Treue 2007