Zugvögel

Les oiseaux de passage

Zugvögel

Olivier Ringer

BE / FR
2015
Spielfilm
83’
Filmprogramm für Schulklassen

Als Cathy von ihrem Vater zum zehnten Geburtstag ein Entenei geschenkt bekommt, weiß sie erst wenig damit anzufangen. Den Moment, als das Küken schlüpft, verpasst sie dann auch, aber ihre Freundin Margaux sieht zu, wie sich das Entlein aus der Schale pellt. Das Küken hält sie deswegen für seine Mutter und die Mädchen beschließen, dass Margaux es mit nach Hause nimmt. Die Eltern der an den Rollstuhl gebundenen Freundin aber bezweifeln, dass ihre Tochter der Verantwortung gewachsen ist, sich um ein Tier zu kümmern. Sie geben das Küken auf eine Zuchtfarm. Darüber sind die Mädchen entsetzt und bald fest entschlossen, ihren Schützling zu retten. Das Befreiungsabenteuer beginnt. Im Stil eines beschwingten Roadmovies erzählt Ringer von der Freundschaft zweier auf den ersten Blick unterschiedlicher Mädchen und dem Überwinden ihrer Grenzen. Beide Kinder wachsen in überbehütenden Familien auf, so dass die Rettung des Kükens auf eigene Faust auch der erste mutige Schritt in Richtung Freiheit und Selbstbestimmung bedeutet. Insbesondere die starke Bildsprache zeichnet Ringers Film aus, der für die Beschwerlichkeit eines Lebens im Rollstuhl ohne Barrierefreiheit frische Motive findet.


Auszeichnungen für ›Birds of Passage‹
ECFA-Award 2016 – European Children’s Film Association | Sonderpreis des Mitteldeutschen Rundfunks – Schlingel. Internationales Filmfestival für Kinder und junges Publikum 2015 | Audience Favourite – Carrousel International du Film de Rimouski 2015 | International Jury Award – Buster Film Festival for Children and Youth 2015 | Grand Prix (International Jury) – Montréal International Film Festival for Children 2015 | Grand Prix – Kineko International Children’s Film Festival Tokyo 2015 | Bambino Gesù Hospital Award – Giffoni Film Festival 2015 | Golden Slipper – Zlín Film Festival 2015

Regie

Olivier Ringer

Buch

Olivier Ringer, Yves Ringer

Bildgestaltung

Mihnea Popescu

Montage

Alante Alfandari

Ton

Vincent Mauduit, Igor Thomas-Gerard

Musik

Bruno Alexiu

Darsteller*innen

Clarisse Djuroski, Lea Warny, Alain Eloy, Myriem Akkhediou, Angelo Dello Spedale, Jeanne Dandoy, Camille Voglaire, Renaud Rutten

Produktion

Ring Prod, Les Films d’Antoine, Good Lap

Olivier Ringer

1961 in Brüssel geboren, begann Ringer seine Karriere als Kameraassistent, u. a. von Jean Badal und Henri Alekan. 1987 drehte er seinen ersten Kurzfilm Haute Pression. Bevor er 2006 seinen ersten Spielfilm realisierte, arbeitete er als Regisseur von Videoclips, Werbefilmen sowie zahlreichen Sketchen für die Satiresendung Les Guignols de l’info auf Canal+. Sein zweiter Langfilm À pas de loup wurde 2011 auf der Berlinale in der Sektion Generation gezeigt und gewann ein Jahr später den ECFA Award für den Besten Europäischen Kinderfilm.


Filme von Olivier Ringer
À pas de loup (Auf leisen Pfoten) 2011 | Pom le poulain (Pom – Das treue Fohlen) 2006 | Haute pression 1987