Matei Copil Miner

Matei Copil Miner

Alexandra Gulea

RO / DE / FR
2013
Spielfilm
80’
Internationaler Debüt-Spielfilmwettbewerb

»Während ich vor Jahren im Bukarester Hauptbahnhof drehte, war ich auf der Suche nach einem Jungen für eine Filmszene. … Ich fand Ionel (damals neun Jahre alt), der aus seiner Heimatstadt Petrila im Jiu Tal abgehauen war. Er war der Sohn eines Bergarbeiters und spielte seine Rolle mit großer Inbrunst. Ich habe ein paar Jahre lang verfolgt, wo ihn das Leben hin verschlagen hat: in ein Waisenhaus, nach Hause ins Jiu Tal, in ein Behindertenheim, ins Krankenhaus, zu einer Tuberkulosebehandlung. Heute ist Ionel 18 Jahre alt und lebt in Italien. Durch seine Augen habe ich die Welt eines einsamen Kindes in allen Facetten kennen gelernt.«
Alexandra Gulea

Der elfjährige Matei, dessen Eltern zum Arbeiten nach Italien gegangen sind, lebt mit seinem Großvater in einem Bergbaugebiet in Rumänien. Die beiden haben über die Zeit eine innige Beziehung zueinander entwickelt, doch als Matei nach einem Zwischenfall ungerechtfertigt von der Schule verwiesen wird, reagiert der Großvater gewalttätig. Der Junge reißt aus und trifft auf den Schäfer Isidor, der ihn als Schafshirten jedoch nicht behalten will. Schließlich gelangt Matei nach Bukarest, wo er das Museum für Naturwissenschaften besucht. Fasziniert von der Ausstellung wird ihm klar, dass er das Leben eines Wissenschaftlers dem eines Hirten vorzieht und kehrt zu seinem Großvater – und zur Schule – zurück. Doch kurz nach seiner Rückkehr stirbt der Großvater und Matei kommt in ein Kinderheim. Als seine Mutter und sein jüngerer Bruder ihn dort abholen und mit nach Italien nehmen wollen, beschließt er, in die Fußstapfen seines Großvaters zu treten.

Regie / Buch

Alexandra Gulea

Bildgestaltung

Reinhold Vorschneider

Montage

Alexandra Gulea, Peter Przygodda, Bruno Tracq

Ton

Radu Stancu

Musik

Stéphane Karo

Darsteller*innen

Alexandru Czuli

Produktion

Europolis Film, lüthje schneider hörl, Film, Ciulei Films, La vie est belle, 40 Filmproduktion, Hoch- schule für Fernsehen und Film München

Kontakt

europolis Film

Alexandra Gulea

Alexandra Gulea wurde 1970 in Bukarest geboren und ist heute Drehbuchautorin und Regisseurin. Sie studierte Kunst an der Academia de Arta in Bukarest und graduierte an der Ecole Nationale Supérieure des Beaux Arts in Paris. Anschließend studiert sie an der Hochschule für Fernsehen und Film München Dokumentarfilm.


Filme von Alexandra Gulea
Today I Was Young and Pretty 2008 | God Plays Sax, the Devil Violin 2004 | The Forth Wall 2001 | Anonym 2000